Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung: Die Interaktion in der Kita inklusiv gestaltenWorkshop für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen

„Wir wollen übrigens das Wort nicht verachten. Es ist doch ein mächtiges Instrument, es ist das Mittel, durch das wir einander unsere Gefühle kundtun, der Weg, auf den anderen Einfluss zu nehmen. Worte können unsagbar wohl tun und fürchterliche Verletzungen zufügen.“
(Freud 1975)

Dieses Zitat macht deutlich, welchen hohen Stellenwert das gesprochene Wort hat.
Worte haben die Macht jemanden zu bestärken, einzuladen und willkommen zu heißen oder aber auch zu schwächen, auszugrenzen und zu stigmatisieren.
Worte und Sprache sind die entscheidenden Bausteine, um Inklusion zu realisieren, oder Ausgrenzung und Exklusion aufrecht zu erhalten.

Was bedeutet das für pädagogische Fachkräfte im inklusiven Prozess?

Pädagogische Fachkräfte, als enge Bezugspersonen des Kindes außerhalb der Familie müssen sich ihrer Verantwortung und ihres Einflusses bewusst werden. Durch ihre Wortwahl und ihre Sprache transportieren sie unbewusst kulturelle Normvorstellungen, gesellschaftliche Hierarchien und Machtunterschiede und machen sie so sicht-und spürbar.
Pädagogische Fachkräfte müssen verstehen, dass soziale Interaktion nie neutral ist. In Interaktionsprozessen sowohl mit Kindern, aber auch mit deren Familien und Kolleg*innen finden Auf- und Abwertungen, Ein- und Ausschlüsse einzelner Menschen oder ganzer Menschengruppen statt. Diese gilt es wahrzunehmen, zu reflektieren und in vorurteilsbewusstes Handeln umzuwandeln.

Die Inhalte im Überblick

Der Workshop folgt den Erkenntnissen der Anti-Bias Arbeit für die pädagogische Praxis mit Kindern zwischen 0 und 10 Jahren von Louise Derman-Sparks und ihren Kolleg*innen, die Ende der 1980er Jahre in den USA entwickelt wurden. Diese sind vom Institut für den Situationsansatz im Rahmen der Kinderwelten Projekte (2000-2010) als Ansatz Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung für Deutschland adaptiert und weiterentwickelt worden.

Einführung in den Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung
  • Was bedeutet Inklusion?
  • Unterschiede zwischen Integration und Inklusion
  • Ziele des Ansatzes Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung für
    Kinder und pädagogische Fachkräfte
Sprache und Identitätsentwicklung
  • Entwicklung des kindlichen Selbstbildes
  • Wie beeinflusst Sprache die Identitätsentwicklung von Kindern?
  • Zusammenhang von Sprache und Wirklichkeit
  • Sprache und Normalitätsvorstellung
Reflexion der eigenen Kommunikation
  • Umgang mit Etikettierungen
  • eigene Vorurteile und Stereotype erkennen
  • eigene Werte und Normen erforschen
  • Verhältnis zu Macht und Verantwortung klären
  • Adultismus
Inklusive Praxis
  • Gestaltung von inklusiven Gesprächen
  • Unterschiede zur Sprache bringen
  • Intervenieren bei Ungerechtigkeiten
  • sensitive Responsivität

Ablauf des Workshops

Der Workshop wird als zweitägige Veranstaltung angeboten.

Kursort

Neuss und Umgebung
Seminarort wird zeitnah bekannt gegeben
für Träger: individuelle Absprache

Anzahl der Teilnehmer*innen

10-15 Teilnehmer*innen

Kosten: Preis
Komplettpreis für Träger (10-15 Teilnehmer) *11300 €
Einzelbuchung *2139 €

*1 : Träger haben die Möglichkeit einen Workshop komplett zu buchen.
Individueller Wunschtermin!

*1 : für Träger zzgl. Reisekosten und ggf. Übernachtung

*2 : Bei Einzelbuchung ist keine individuelle Terminabsprache möglich.

In den Kosten inkludiert sind:

Handout, Versorgung mit Getränken und Snacks an den Seminartagen (im Rahmen der Einzelbuchungen)

Die Rechnungsstellung über den Gesamtbetrag erfolgt 4 Wochen vor Beginn des Workshops.

Bei Interesse kontaktieren Sie mich über Email oder rufen Sie mich an.

Termine:
Die Interaktion in der Kita inklusiv gestaltenVorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Die Interaktion in der Kita inklusiv gestalten

12./13. November 2019Seminarzeiten: 9.00 Uhr-17.00 Uhr